Nablus (Palästina)

Montag, 1. November 2010

Halbzeit, Klappe die Zweite

Meine lieben AutorInnen-KollegInnen und LeserInnen,
zu aller erst Richtung Oslo: Keine Angst, ICH LESE DEN BLOGG! Und meine Familie verfolgt unsere Reiseberichte auch ganz gespannt :). Wie es mit unseren daheim gebliebenen KommolitonINnen aussieht, kann ich nicht für alle sprechen, aber ich weiß, dass ein paar den Blogg auch regelmäßig lesen :)

Es tut mir tausendmal leid, dass ich fast einen Monat nichts mehr geschrieben habe. Die Uni hat mich voll eingenommen! Damit sei bewiesen: Professoren und Doktoren wissen auf der ganzen Welt auf die gleiche Weise, wie man seine StudentInnen nervlich fertig machen kann. Lubna (meine engste Freundin hier mittlerweile geworden, Ihr seht die Hübsche unten auf dem Foto) und ich sind reif für die Klinik. Die ganzen Tage lang haben wir von morgens bis in die Nacht an unseren Hausarbeiten geschrieben, neben den normalen Seminaren und meinem Arabischunterricht. Da hatte das Bloggen leider keinen Platz mehr. Der Preis dafür, dass wir jetzt mit unseren Hausarbeiten fertig und glücklich sind: Ich rauche wieder (hatte vorher zwei Monate glücklich zu den Nichtrauchern gezählt); unsere Ränder unter den Augen sind tiefe schwarze Krater und wir wiegen bestimmt 3 Kilo weniger, weil wir uns nur von Kaffee ernährt haben. Dafür bin ich nun wieder zurück :). Meine ersten Tests habe ich super überstanden und ich glaube die Profs sind auch erleichtert, dass unser sprachlich und kulturell gemister Unterricht für alle so erfolgreich ist. Ich bin schon ganz aufgeregt, weil ich kommenden Montag nach Dt. fliege für 10 Tage. Mein Visum zweingt mich zu einer Aureise. Und da in der Zeit hier auch Eid (Das Fest zu Ehren Abrahams, der anstatt seines Sohnes das Schaf geopfert hat) ist, werde ich meinen Urlaub auf Norderney verbringen :). Was gibt es sonst Neues zu erzählen.... ?. Habe den Todeskampf mit Giftspray gegen eine Monsterkakalake überlebt, eine Freundin von mir ist verlobt und am Samstag machen wir Mädels und auf zu Ihrer Verlobungsfeier, endlich ist das Wetter so kühl, dass ich einen dicken Pulli und meine geliebten Schals tragen kann, ich habe zwei neue Lieblingsessen: Hühnchenleber mit Knoblauch und Pepperoni, und Musachan (arabisches dünnses Brot, mit lecker gewürzten gebratenen Zwiebeln und Hähnchen). JAmmy! Hoffentlich vergesse ich die Rezept nicht, wenn ich wieder zu Hause bin.
Melde mich das nächste Mal wahrscheinlich von der Nordsee, ich drücke Euch, Eure Birthe
PS.: Martin, Deine Bilder aus Teheran sind ganz beeindruckend! CIMG0540

Dienstag, 5. Oktober 2010

Was heißt Alltag auf Arabisch?

Mein bester Freund, der Übersetzungsservice von google, sagt: يوم عادي (yawm adi).
Während Vilnius glücklich ist, noch keinen Alltag zu verspüren...bin ich überglücklich, dass er endlich an meine Tür geklopft hat und ich ihn reinlassen konnte. Meine Mutter wird sich beim Lesen sicher an unser kürzliches Skype-Gespräch erinnern, in der wir zum Thema "In welchen Phasen erlebe ich physisch und psychisch ein Leben von Grund auf neu?" eine neue Theorie aufgestellt haben, die folgendermaßen lautet: Phase 1) Alles ist neu, aufregend und Du bist permanent in "Hab-acht-Stellung", denn Du kannst die Situationen in dieser fremden Umgebung noch garnicht richtig einorden, dafür fehlt Deinem Ich noch das richtige "Übersetzungsprogramm". Aber die Zeit rast trotzdem an Dir vorbei und Du wirst ständig von Eindrücken übertrieben stark beeindruckt. Phase 2) Das Tief! Deine alte Schutzhülle - Dein psychischer Alltagsanorack von Deinem "alten" Leben ist nun komplett kaputt und du kannst ihn in die "Tonne kloppen" (würde man jetzt im Pott sagen. Die Nerven liegen blank, Du fühlst Dich von allem überfordert, dem Way of Life in Deiner neuen Gesellschaft, der Sprache, einfach alles. Du bist deprimiert und fragst Dich, wie Du das alles managen sollst. Phase 3) Du nimmst plötzlich die Anoracks Deiner Mitmenschen wahr und beginnst Dir einen neuen, nach dem Schnittmuster Deiner Mitmenschen selbst zu nähen. Es ist müheslig, aber dafür ist er maßgeschneidert. Jeden Tag trägst Du ein wenig mehr von ihm, wenn Du losziehst zur Uni oder ins بلد (die Altstadt). Und du beginnst Dich wieder richtig gut zu fühlen, denn der Anorack hat sogar einen mobilen Übersetzer eingebaut und plötzlich verstehst Du, was da um dich herum diksutiert, gestritten und gelästert wird, und du steigst ein ins Boot und erzählst das Neueste, was Du aus Deutschland hörst, was am Wochenende passiert ist und wie Du mit Deinen Unisachen vorran kommst.
Sorry. Die Theorie ist sehr trivial ausgefallen. Dafür kann ich nichts, denn ich werde von Deutschland manipuliert! Mein Heimweh zu meinem liebsten lässt mich die ganze Zeit kitschig schöne Musik hören und bei jedem verdammten Film, den ich mit meinen Mitbewohnerinnen schaue, in dem ein kleiner Fitzel Liebe vorkommt, habe ich Hochwasser in meinen Augen :)
Um endlich wieder zum roten Faden zurück zu kehren- kurz und knackig: Ich bin verdammt nochmal froh, dass es für mich auch einen palästinensischen Alltag gibt (erinnert mich ein bisschen an die Add ons bei dem Firefox-Porgramm, die man sich runterladen kann. Einmal Alltag für Palästina bitte!).
Was macht meinen Alltag gerade besonders aus? Lernen für meine erste Zwischenprüfung am Mittwoch in der Vorlesung zu "Regionalism and Integration in Economic and Political World Order". Drückt mir die Daumen! Hausarbeiten schreiben, denn - an alle in Marburg, Oslo, Vilnius und Granada gerichtet - wir habe nhier nur bis Mitte November Zeit und danach müssen wir unsere Hausarbeit vor unseren KomolitonInnen verteidigen! Das macht mir echt Angst. Dann natürlich - nach Ramadan nun endlich - der tägliche (betont, denn währen der Fastnezit konnten wir uns geegnseitig nicht austehen. Kratzig weil hungrug, selten weil ständig von ihm ausfallen lassen) Arabischunterricht und mit meinen hier gewonnen Freunden die wenig verbleibende Zeit verbringen. Während die Mädels sich schminken und ihre Nägel in den tollsten Farben lackieren, ist es meine Aufgabe zu erklären, warum ich nicht so sehr auf farbenfrohes Make Up stehe und dass ich trotzdem ihr Make Up ganz wundervoll finde :)
Um zum Schluss für heute zu kommen: Seit meinem virtuellen Geburtstagskaffeklatsch mit meiner Mutter und Familie vermisse ich Apfelkuchen mit Streuseln und Sahne! Den gibt es nicht in meinem neuen Anorack, nur Knafa und die kann - so sehr ich den zerlaufenden Käse mit dem Zuckerwasser und den kleinen Nüdelchen obendrauf auch liebe - trotzdem bei Omas Apfelkuchen nicht mithalten :( . Für den kulturellen Dialog darum heute ein Knafa-Bild und ein Link (Wer die Werbung zu dem Lied kennt, weiß wonach ich mich noch sehne bei dieser Hitze: Ein kaltes, frisch gezapftes .... :)
http://www.youtube.com/watch?v=uga_sPZRF70&NR=1-

Freitag, 24. September 2010

Grüner Passierschein gefunden!

Hallo meine Lieben!
Richtung Oslo: Er ist gefunden, korrekt ausgefüllt und mit gemailter Geburtsurkunde aus Deutschland erfolgreich eingereicht. Bald bin ich stolze Besitzerin eines Reispasses inklusive Fingerabdrücke :(.
Aus Nablus sind momentan eher erschöpfte Meldungen zu machen. Es ist wieder richtig heiß geworden und ich bin im Moment richtig erschöpft von meinem neuen Leben hier. Das "Neue" klebt wie ein Staubsauger an meinem Gehirn und saugt es leer. Das Arabischsprechen und -hören den ganzen Tag schlaucht unheimlich. Die Vorlesungen sind zwar noch immer toll und ich nehme sehr viel mit. Sowohl was das reine Lernen angeht, als auch meine Motivation, die mich neben der Sprache hierhin geführt hat. Es ist so spannend mit meinen KomolitonInnen auf "akkademischer" Ebene über den Konflikt, seine Folgen für die Bevölkerung und mögliche Lösungswege zu diksutieren. Dabei wird ganz deutlich, dass der wirtschaftliche Aspekt hier entscheidend ist. Ohne eine eigene, geschlossene Volkswirtschaft kann es hier einfach nicht vorwärts gehen!
Der Arabsichunterricht in der Uni ist eine nette Auffrischung meines alten Grammatikwissens - aber ganz ehrlich: Wirklich Arabisch lerne ich auf der Straße, mit meinen Freunden und mit meinen Tandemfreund Muyahed. Er macht riesen Fortschritte in Deutsch (hat mir auch ein Kompliment für meine pädagogischen Fähigkeiten gegeben: ich sei besser als seine Lehrerin beim Goethe-Institut :) Merci!). Und ich komme bei ihm riesig vorran, was das Zeitunglesen angeht. So schlage ich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Satzbau ins Blut aufnehmen (total schwierig aber zentral fürs Verstehen), schneller Lesen, politische Vokabeln lernen. Obwohl das Vokabelnlernen gerade dem Unikram etwas weichen muss.
Heute war ich mit einer befreundeten Familie auf ihren Ländereien grillen. Es war ein toller Tag. Wir haben lecker Fleisch, Tomaten und Zwiebeln nur mit Salz und Brot unter den Olivenbäumen gegessen. Einfach aber sehr lecker (زاكي قثير). Der Blick war zudem einfach umwerfend. Leider haben wir unter anderem auf den gegenüber liegenden Berg schauen müssen, wo auch Ländereien der Familie liegen, aber von Siedlern besetzt sind. An der Stimme der Mutter (Ihr seht uns auf dem Foto) habe ich ihre Resignation rausgehört. Was soll ich sagen, wenn sie fragt: "Glaubst Du, wir bekommen irgendwann unser Land wieder zurück?". Oder ich höre von der Mutter einer Freundin die Geschichte, wie ihre Söhne (15 und 17 Jahre damals alt) von israelischen Soldaten mitten in der Nacht mitgenommen wurden und seit 3 Jahren im Gefängnis hocken? Sie haben versucht kleine Handgranaten zu bauen, was natürlcich zu verurteilen ist. Aber ganz ehrlich muss man sich doch fragen, wie es dazu kommen konnte, dass schon Jugendliche sich am Widerstand beteiligen!!! Und da kann das Einsperren der Jungs, die ihre Mutter nur einmal im Monat, ihr Vater und ihre Brüder nur alle 2 Jahre besuchen düfen, doch wohl nicht ein konstruktiver Weg in Richtung Konfliktbeilegung sein! Was soll ich dann sagen? Es ist sehr sehr schwierig hier neutral zu bleiben, das könnt Ihr mir glauben!
Im Gegensatz zu diesen emotionalen, persönlich betroffenen Geschichten, dann unsere Dikussionen in der Uni. Diese sind geprägt von Kritik an den Regimen in der arabischen Welt und in der westlichen Welt. Mit zynischem Humor betrachten wir die doppelmoralischen Handlungen der Männer "da oben". Ein schöner - leider trauriger - Spruch von meinem Prof., als wir die EU besprechen: "Die EU existiert unter dem Motto "Vereint in Verschiedenheit" und sie funktioniert. Die arabischen Länder leben nach dem Motto "Geteilt in Gemeinsamkeit" und arbeiten gegeneinander als miteinander." Ich finde, das bringts auf den Punkt. Die ökonomischen und politischen Missstände hier tragen sowohl die Kolonialgeschichte, die aktuelle neoliberale Wirtschaftsordnung UND die arabischen Machthaber. Ein Sprichwort hier lautet: "Den aCIMG0512rabischen Herrschern ist Macht heiliger als das Leben."
Wie soll ich da mit meinem "idealistischen Handicap" noch unbefangen motiviert loslegen??
Ihr seht: Gerade eine krasse Zeit hier, die mir bei vielen Sachen auf manchmal deprimierende Weise die Augen öffnet. Aber die Zeit ist wichtig, ich komme nicht drum herum, denn die Augen kann ich auch nicht zu machen.
Bis bald, Eure Birthe

Montag, 20. September 2010

Ich rufe auf zum Kampf gegen die Bürokratie!

Meine lieben Schreiberinnen und LeserInnen, ich habe die Nase gestrichen voll vom Marsch durch die Anstalten. War heute in Ramallah wegen meinem Reisepass, denn ich aus zeitlichen Gründen hier neu beantragen muss. Es fing schon damit an, dass die Sicherheitsbestimmungen im Moment wegen den Verhandlungen zwischen Abbas und Netanyahu angehoben sind und ich deswegen 10 MInuten lang durch ein sehr schlechtes Mikro mit der Beamtin im KOnsulat auf der anderen Seite einer Sicherheitsglasscheibe meine Situation erklären durfte. Ursprünglich hatte sich mich extra ins Konsulat eingeladen, da die Sache am Telefon etwas kompliziert wäre. Doch der Unterschied zwischen Sicherheitsglas und Telefon schien mir nicht so ersichtlich :). Dann ging es los zum - von ihnen empfohlenen - Photostudio, um die speziellen Photos machen zu lassen. Mein Gefühl sagte mir beim Shop schon, dass es bestimmt Probleme mit den Bildern geben würde. Aber ich war mal wieder naiv vertauend auf die deutschen Behörden und ihre Auskünfte, dass ich ihnen einfach vertraut habe. Natürlich sagte man mir, als ich dann wieder zurück war, nach einem riesen Umweg über die verschiedensten ATMs (die natürlich gerade wenn ich kam plötzlich nicht mehr ihr Geld ausspucken wollten), dass die Bilder den Passbestimmungen nicht entsprechen würden. Also wieder los. Der erste der "richtigen" Läden hatte dann Mittagspause, der zweite war dann erfolgreich ... bedingt. Denn ich kann die Bilder erst übermorgen abholen :). Das Konsulat hatte sowieso schon geschlossen, als ich um kurz nach 1 aus dem Photoshop rauskam.
Wer den Film Asterix besiegt die Römer kennt und sich an die Szene mit dem Passierschein 88 (oder war es 23?) erinnert, wird meinen Gemütszustand gut nachvollziehen können. Das Nerven aufreibendste an der ganzen Sache ist, dass man sich schlicht schlechte Laune nicht leisten kann! Man muss sich zum Optoimismus zwingen, weil einem garkeine andere Möglichkeit bleibt.
Nun ein anderes Thema: Ich übe mich gerade in meinen Sozialkompetenzen und begleite eine Freundin zu ihren Zahnarztbesuchen. Ihr ist eine Brücke verloren gegangen, die jetzt ersetzt werden muss. Problem an der Sache ist, dass sie eine richtige Zahnarztphobie hat! Sowas habe ich noch nie erlebt. Vom Zahnarzt und mir werden echt Künste der Ablenkung verlangt, damit Lubna nicht völlig in Panik verfällt. Aber lustig ist es schon. Die ganze Zeit quatschen wir über schlechte Politiker, große arabische Dichter, etc. und nebenbei bekommt Lubna mal kurz ne Spritze ins Zahnfleisch gehauen. Das Topping ist aber der kleine Bruder vom Zahnarzt. Der hat richtige Freude an Lubnas Panik und springt fast in die Luft, wenn er wieder ein neues Folterwerkzeug holen muss. Leider hat mir Lubna Fotos verboten, sonst hätte ich Euch hier mit einem tollen Bild der bunten Truppe erfreuen können :) Aber keine Sorge, nach den Terminen kann Lubna auch über sich selbst lachen :)
Am Freitag war ich auf einen Kurztripp in Jerusalem (unter den Arabern Al Quds القدس). Bevor ich mich mit dem Chef der UNRWA getroffen habe, habe ich einen Abstecher in die Altstadt zur Grabeskriche gemacht. Da ich schon um kurz nach 8 in der Stadt war, hatte ich die Kirche fast ganz für mich alleine. Sehr beeindruckend. Unten seht ihr das beste Foto, das meine Kamera hergeben will. Und ien Bild der goldenen Kuppel gibts gratis dazu. CIMG0476CIMG0494Nach meinem Termin bin ich aber ruckzuck wieder über den Checkpoint nach Ramallah, da wegen Yom Kippur zur Mittagszeit alle Checkpoints dicht gemacht wurden. Kurzer aber schöner Tripp. Werde das bestimmt nochmal wiederholen.
Genug erzählt für heute.
Schlaft gut und bis bald!
تسباخ الخير و مع السلامة

Montag, 13. September 2010

عيد سعيد

Hallo! Alles gute zum Fest! Am Freitag haben wir das Fastenbrechen gefeiert. Aber mal ganz ehrlich: Ich merke keine Veränderung, die Erlösung lässt auf sich warten. Denn der verflixte Appetit sagt nämlich jetzt: NÖ! Kein Hunger, Magen zwar leer, aber ich tu mal so als hättest Du keinen Hunger, liebe Birthe. Schönes Dilemma. Aber wenigstens darf man jetzt wieder auf der Straße was trinken :)
SChnell zu meinen vorherigen Schreiberinnen: Aline! Ich habe schon mein norwegisches Lieblingswort entdeckt: hybbelig :)
Richtung Villius: Hast Du schon die Streichholzkirchen entdeckt? Ich weiß nicht, ob es die in Litauen auch gibt. Kenne sie noch aus Russland. Sehr beeindruckend. Kein einziger Nagel, kein Leim, alles hält sich mit Holz!
Jetzt zu Nablus. Mein Laptop ist wieder zurückgekehrt und hat mir nun nach seiner Meuterei ewige treue geschworen. Ich hoffe, er wird den Schwur nicht brechen.
Die Feiertage habe ich bei der Familie meiner Mitbewohnerin verbracht, in einem kleinen Dorf in der Nähe von Kalkillya. Kennen vielleicht einige aus den Nachrichten. Das ist die Stadt, die bis auf einen 10 Meter breiten Durchgang komplett eingemauert ist. Aber das Wochenende war sehr schön. Viel geschlafen, meine kulinarischen Fertigkeiten im palästinensischen Bereich erweitert und eine gute arabische Hausfrau gegeben, wenn der Besuch kam. Das ist nicht zynisch gemeint. Hier muss ich ein großes Lob an die Immy (die Mutter meines Freundes) aussprechen! Dank ihr habe ich mich beim Tee machen und Gäste bedienen nicht blamiert und so waren auch Majdas Eltern glücklich, dass ich da war.
Leider bin ich am Samstag schon wieder krank geworden (das 2. mal in der Woche) und musste gestern schon zurück. Ein schönes Dilemma ist das. Zu Hause werde ich nie krank und wünsche mir immer auch endlich mal im Bett liegen zu müssen und mich bedienen lassen können, und hier haut es mich glatt zweimal um! Naja. Ich werde die Sache im Auge behalten und mich schonmal um einen guten Arzt kümmern, für den Notfall.
Morgen ist das lange Wochenende vorbei und die Uni beginnt wieder. Aber am Donnerstag ist ja schon wieder Wochenende :) Da fahre ich für einen Tag nach Jerusalem und treffe den Chef der UNRWA. BIn schon sehr gespannt und lese mich schon fleißig ein. Hatte erst vor, das ganze Wochenende dort zu bleiben. Aber da die Strecke nur eine Sache von einer guten Stunde ist, werde ich mir die teuren Hostelpreise sparen und einfach immer wieder mal an den Wochenende rüberhüpfen. Dann plagt mich auch nicht mein schlechtes Gewissen wegen dem Unikram.
So. Genug der Worte, heute werde ich mal "früh" ins Bett gehen - sprich halb eins. Ja, ich bin zum Nachtschwärmer mutiert, frühe Schlafenszeit ist hier ein Fremdwort und Mittagsschläfchen hoch respektiert :). Gefällt mir auch mittlerweile ganz gut
Somit eine gute Nacht und bis bald!
مسأ الخير و مع السلامة

Donnerstag, 2. September 2010

Krise in Nablus!

Argh! zum Glueck kann ich noch nicht auf arabisch fluchen, sonst wuerde ich hier einen Schwall arabischer Verwuenschungen niederwerfen - ueber mich selber. Das Fasten setzt naemlich langsam meinem Bewegungsapparat zu. Auch wenn ich von Natur aus immer etwas schusselig bin, waere mir das mit etwas im Magen sicher nicht passiert. Ich habe es geschafft eine Kaffeetasse ueber meinen Laptop zu schuetten. Und jezt sagen Enter-Taste und ihre Freunde: خلس (Es reicht)
Sie haben einfach keine Lust mehr mir Ihre Dienste anzubieten. Ihr seht, ich habe schon wieder Humor, gestern war der Tag des Zornes bei mir. Aber ich kann heute auch nur aus dem Grund wieder gelassen sein, weil meine Bekannten mir so toll helfen. Ein Nachbar ist Computerspezialist und checkt gerade schon meine Garantie fuer den Laptop. Er hat mir seinen fuer das Wochenende geliehen und eine Webcam habe ich auch. Trotzdem werde ich wahrscheinlich EINEN Monat ohne meinen geliebten Computer ausharren muessen! (Ich liebe meinen Computer!) بهب الكمبيوتار!
ِAber was soll ich machen. Ich kann jetzt nichts aendern und muss das Beste daraus machen. Schluss jetzt mit diesem Thema. ZU den Neuigkeiten aus Nablus: ااخبار من نابلس
Das Arabische wird step bei step besser. Dafuer sind aber auf jeden Fall gewisse Leute hier verantwortlich, die konsequent mit mir nur arabisch sprechen. Vor allem Lama (Ihr seht sie auf dem Bild meines letzten Eintrags) hilft mir unheimlich und meine tollen Mitbewohnerinnen. Habe schon fast Alltag im Unileben, auch wenn ich noch immer nicht geschafft habe, meinen Studentinnenausweis machen zu lassen. Aber die Seminar sind toll und meine KommolitonInnen in den Seminaren sehr nett und hilfsbereit. Ich bin gerade auch schon dabei meine Hausarbeitsthemen zu recherchieren. Denn hier haben wir nur bis Mitte Dezember dafuer Zeit. Was meine Praktikumssuche angeht, gibt es auch schon Fortschritte. Vielleicht werde ich dafuer aber den Standort nach Jenin wechseln muessen. Dieses Wochenende wird aber erstmal relaxt, viel geschlafen (so uebersteht man besser den Durst und das leere Magengefuehl) und fuer die Uni und Arabisch gelernt. Naechstes Wochenende gehts dann ab nach Al Quds (Jerusalem), wo ich mich mit einem Mitarbeiter der UNRWA treffen werde. Heidi, meine alte Gastmama aus Amman, und ich planen gerade eine gemeinsames Wochenende in der Stadt. Weil Zuckerfest sein wird hat sie eine langes Wochenende und zu zweit eine Stadt zu entdecken ist immernoch schoener als alleine. Also drueckt die Daumen, dann bekommt Ihr auch schoene Bilder :)
Ich druecke Euch und schaue mal auf meiner Kamera, ob es neue Fotos gibt, Eure Birthe
Jaha! Heute gibt es etwas Botanik. Zum ersten Mal habe ich einen Granatapfelbaum gesehen und gleich fotografiert. Das Bild ist Dir gewidmet, Mama!
PS.: Wenn Ihr mir Emails schreiben wollt, bitte an Springer(at)daad-alumni.de oder springeb(at)students.uni-marburg.de. Habe die Passwoerter meiner anderen Adressen auf dem laptop :(
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Sonntag, 29. August 2010

Neue Meldungen aus Nablus

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Liebe Weltenbummler, liebe daheim Gebliebenen. Es ist mal wieder Zeit etwas im Blogg zu schreiben. Obwohl die Zeit, die ich vorher dafür hatte, immer knapper wird. Die Uni hat sich nun in ihrem Alltag eingefunden und ich bin sehr zufrieden mit meinen Kursen. Ausgenommen mein Arabischlehrer, dessen Faulheit und Arroganz mich zur Weißglut bringt. Ständig lässt er den Unterricht aus Gründen wie „ Es kommt eine interessante Sendung im Fernsehen“ ausfallen und er schafft es nie eine volle Stunde zu unterrichten. Dann ist er mit dem Lesen so ungeduldig, dass er nach der Hälfte meines gelesenen Satzes einfach weiter liest! Aber da Kevin (mein Arabischkollege) und ich einen anderen Lehrer noch auftreiben konnten, kann ich mir das Schauspiel gelassen anschauen. Am Wochenende war ich in Amman zu Besuch bei meiner alten Gastmutter und der Aufwand an der Grenze usw. hat sich für das Wochenende voll gelohnt. Nur eines möchte ich zum Thema Grenze sagen (als verwöhntes EU-Mitglied): Man nennt das Diskriminierung, wenn man während des ganzen Prozesses als potentieller Verbrecher behandelt wird! Und dabei ist bei mir das Prozedere ganz normal abgelaufen! Das heißt: JEDER, der über die Grenze will, muss sich einer Diskriminierung aussetzen und wenn man sich dann doch ein bisschen falsch verhält, hat man den Salat und kann schonmal ein Feldbett aufschlagen. Als ich endlich in Amman ankam, haben Heidi, ihre Tochter Diana ihre Kinder und ich dann einfach den ganzen Nachmittag und Abend im Garten verbracht und uns auf viertel nach Sieben gefreut (Fastenbrechen ). Am nächsten Tag bin ich erst mittags aufgewacht, was mir gezeigt hat, dass der Grenzübergang mir mental doch wesentlich mehr abverlangt hatte, als ich vermutet habe. Der Rückweg war hingegen ein regelrechter Luxus, da ich mit einem gtz-Mitarbeiter, der ein Arbeitsvisum hat, bis nach Jerusalem mitfahren konnte. Das war dann – im Gegensatz zur Hintur von drei Stunden – eine Sache von 30 Minuten. Nur das Milchpulver, dass ich für eine schwangere Freundin in Amman günstiger als in Nablus bekommen konnte, veranlasste die israelischen Grenzbeamten zu einem spontanen Sprengstofftest.
Erschöpft vom Wochenende habe ich mich dann heute durch den Tag gequält. Und auch wenn ich das Fasten nicht komplett mache (etwas trinken muss sein), schlaucht es mich mittlerweile sehr. Da hilft auch die Knafa (warmer Käse mit krossen Nüdelchen oben drauf, Pistazienstückchen und nicht zu wenig Zuckerwasser) abends nicht, um mir genug Power für den nächsten Tag zu geben. Aber am nächsten Wochenende haben wir es geschafft.
Mit der arabischen Konversation geht es auch Stück für Stück bergauf. Obwohl es besonders am Abend, wenn mein Kopf bis zum Rand voll ist mit neuen Eindrücken und tausend neuen Wörtern und Redewendungen, oft frustrierende Momente gibt, die mich an meinem Plan zweifeln lassen. Aber ich vertraue auf die ermutigenden Worte meiner Bekannten .
Es rufen die Vokabeln, bis bald!
Foto heute: Lama (meine schwangere Bekannte und Ehefrau meines „Betreuers“ Othman), Ihr Mann Othman und ihre drei Söhne, die meine besten Arabischlehrer sind, Mahmud, Nur und Hadi.

Sonntag, 22. August 2010

Nablus knackte die 40 Grad Grenze!

Hallo liebe daheim Gebliebenen und Verreisten. @ Irene und Aline: Wollt Ihr ein bisschen wärmere Temperaturen haben? Ich schenke Euch gerne jeweils 10 Grad. Es ist hier tagsüber kaum noch auszuhalten, die Hitze ist unerträglich. Heute habe ich erfahren, dass dieser Sommer in Nablus 10 Grad über dem durchschnittlichen Sommer liegt.
Letzten Donnerstag musste ich notgedrungen auch noch zur Mittagszeit nach Ramallah fahren, wo ich nach 2 Stunden Irrlauf von Bank zu Bank und Wechselstube zu Wechselstube eeeendlich meine Checks umtauschen konnte. Die Fahrt hin und zurück war unerträglich. Auf dem Hinweg hatte das Sammeltaxi keine Klimaanlage und ich habe es noch nie vorher erlebt, dass sogar Fahrtwind so heiß sein kann! Grausam! Auf der Rückfahrt war es zwar ein VW Bus mit Klimaanlage, dafür hätten wir beinahe einen großen Crash gebaut. An dem Tag waren die Taxifahrer allgemein recht lebensmüde – wahrscheinlich ist die Hitze dafür auch verantwortlich. Drei Fastunfälle wovon in zweien jeweils ein Maulesel integriert war, bilden die Bilanz. Aber mittlerweile glaube ich, dass die Taxifahrer ihre eigene Geheimsprache haben. So wie die rasen, kann es nicht anders funktionieren, dass nicht alle 5 Minuten ein Zusammenstoß zu hören ist.
An dem gleichen abend war ich endlich auf dem Aussichtspunkt, von dem ich am Anfang berichtet habe. Dort habe ich Fotos gemacht, auf einem sieht man das Stadion von Nablus. Außerdem gibt es heute noch ein Foto von Ramallah, auf dem man den Arafat Square sehen kann und ein Foto mit zwei der drei Kinder meines Vermieters. Das Mädchen heißt Irham, der Junge ‘Is. Die jüngste, Liin, ist leider nicht drauf. Sie ist auch so schüchtern – im Gegensatz zu ihren Geschwistern – dass sie noch nicht einmal Schokolade von mir haben möchte!
Gestern war ich bei meinem Doktor zum Abendessen eingeladen und es war einfach klasse, wie seine Söhne (Machmud 10 Jahre, Nur 8 Jahre und Hadi 5 Jahre) mit mir die ganze Zeit auf arabisch gequatscht haben. Ohne Scheu und immer schön langsam geredet, damit ich sie halbwegs verstehe :) Sie sind große Fans von Batista (ein Wrestlingstar aus den USA habe ich gelernt :)). Hadi heißt auf Deutsch "der Ruhige". Der Name passt aber nicht - er ist alles andere als ruhig :). Leider hatte ich einen Fotoapparat vergessen. Sonst gäbe es heute gleich zwei Kinderfotos. Aber ich will es ja nicht übertreiben.
Heute sind auch meine Mitbewohnerinnen eingetroffen: Sriyana und Madschda. Beide sehr nett. Haben gemeinsam die Wohnung auf Vordermann gebracht und dann noch unseren Vermieter überzeugt, dass wir eine Waschmaschine unbedingt brauchen. Er hat sich überreden lassen :)
Weil heute Sonntag ist, gibts noch ein drittes Foto :) Nablus bei Tag. Auf dem Hügel ganz weit hinten sieht man eine israelische Siedlung, direkt am Berghang mit Blick auf Nablus. Ist irgendwie kein gutes Gefühl. Man fühlt sich richtig umzingelt. Auf der einen Seite die Siedlung und auf der anderen Bergseite der israelische Stützpunkt. Lakin chalass (Aber genug davon).
Am Donnerstag werde ich mich aufmachen nach Amman und meine alte Gastmama besuchen. Denn meine Mitbewohnerinnen werden auch bei ihren Familien sein und dann ist es alleine ein bisschen öde. Also hoffe ich, dass es sich bis dahin etwas abkühlt und wünsche Euch eine gute Nacht, Eure BirtheRamallah-1CIMG0265Fussballstadion-von-Nablus-1Nablus-2
Ich verabschiede mich, bis bald, Eure Birthe

Donnerstag, 19. August 2010

يوم السادس, احلا بكم

englishsite_05Hallo an Euch (sechster Tag)!
Wer möchte in die Wette mit einsteigen, ob wir wohl morgen hier die 37 Grad-Marke kicken werden? Es ist schrecklich heiß und wenn ich morgens um 8 Uhr zur Uni gehe, ist es schon schrecklich warm. Ich – die schon über die deutschen Sommer stöhnt – muss mich hier echt beherrschen. Aber ich bin sowieso zu träge, als dass ich mich aufregen könnte. Als ich heute n die Innenstadt fuhr, um endlich jemanden finden zu können, der meine Traveller Checks wechselt, habe ich mich äußerst gewundert, dass noch immer zur Mittagszeit so viele Leute draußen sind! Aber die Bib hat eine Klimaanlage und dort lässt es sich sehr gut aushalten.
Apropos Traveller Checks. Ich ärgere mich über meine Vernunft! An jeder Ecke steht quasi ein Geldautomat zum Geld ziehen, aber ist es denn die Möglichkeit, dass keine Bank (weder Arab Bank, noch Bank of Jordan, noch Amman Cairo Bank) meine Traveller Checks wechseln wollen???? Jetzt muss ich am Freitag extra nach Ramallah fahren, damit ich endlich diese Dinger loswerde! Aber das lässt sich ja mit einer Stadtbesichtigung verbinden… obwohl bei der Hitze? Problem ist, dass abends kaum noch Busse zurück fahren, weil Freitag und Iftar (Fastenbrechen).
Meine Einladungen zu warmen Mahlzeiten häufen sich nun endlich. Vorgestern war ich bei meinem einzigen Mitschüler zum Abendessen eingeladen. Und vom Balkon seiner WG haben wir dann asiatische Reispfanne mit einem traumhaften Blick über die Stadt als Beilage genossen. Am 3.9. werden sich eine Gruppe von Deutsch sprechenden Palästinensern (ehemalige Studenten usw.) zum Iftar mit ihren Freunden und Familien im Restaurant Yasmin treffen. Und dieser Name passt auf die Stadt wie Faust aufs Auge, denn hier riecht es überall nach frischem Yasmin! Ein Traum!
Außerdem werde ich wahrscheinlich übernächstes Wochenende nach Amman fahren und meine alte Gastfamilie besuchen, um mit Ihnen den Ramadan zu feiern. Ich bin schon ganz gespannt, wie groß mittlerweile die Kinder sind und wie die Stadt im Sommer ist (kenne sie ja nur im wunderschönen Frühling).
So, meine Lieben. Nun werde ich mich wieder auf die neuen Vokabeln stürzen und mich auf morgen vorbereiten. Ihr hört von mir, Eure Birthe
PS.: @ meine Schreiberkolleginnen: Es ist total toll Eure Berichte zu lesen.
@ unsere LeserInnen: Kommentare sind herzlich willkommen!

Dienstag, 17. August 2010

Vierter Tag

Liebe Leserinnen und Leser: Die Herausforderung dämmert mir langsam. Ich bin mal echt gespannt, wie fit in Arabisch ich wiederkommen werde. Lakin (aber) wie sagt man doch so schön: learning by doing ;). Der Unterricht ist sehr improvisiert und ich lese wieder so langsam, wie im ersten Semester Arabisch (peinlich). Aber für eine Sache muss ich mich loben: Die Grammatik sitzt noch. So komme ich mit den Übersetzungen sehr gut zurecht. Das blöde ist nur, dass sie hier viele Synoyme benutzen. Für Haus, Student usw. Toll! Alles wieder von vorne!! Das Sprechen kommt noch immer nicht voll zum Einsatz, weil meine Mitbewohnerinnen noch immer nicht da sind und für das administrative Zeug an der Uni kann ich mein Arabisch in die Tonne kloppen :)
Aber nun zum eigentlich wichtigen Teil. Es ist noch immer ziemlich heiß hier und ich stehe ständig neben dem Dilemma: Entweder Du versuchst die verwunderten und teilweise anstarrenden Blicke durch weite unauffällige Kleidung einigermaßen zu hemmen, dafür aber fast zu zerfließen in der Hitze, oder du entblößt Dich und kannst Dich dann gleich an die nächste Straßenecke stellen … :) Nein Scherz. Die Studis sind hier bunt gemischt und ich bin gerade dabei meinen richtigen Dresscode herauszufinden. An die Blicke werde ich mich einfach noch gewöhnen mit der Zeit – und ja ein bisschen stolz bin ich dann doch auf mein exotisches Haar :).
Gestern und heute sind auffällig viele Kampfflieger hier rumgedüst, aber die Leute sind ziemlich gechillt und ignorieren das Getöse einfach. Also kein Grund zur Panik, ich vertraue auf ihre Erfahrungen. Wo wir schon beim Thema sind: Hier ist es – zynisch gesagt – sehr witzig. Zwischen den zwei Hügeln liegt die Stadt und über ihr thront Big Brother – der israelische Stützpunkt. Die fernen Lichter ganz oben (wie ein UFO), markieren den Stützpunkt und unten läuft das bunte Treiben. Leider ist der Stützpunkt auf dem Bild bei Nacht nicht zu sehen, nur die Aussichtsplattform von Nablus (die Lichterkette).CIMG0243
Auch witzig – aber diesmal nicht zynisch gemeint – war heute mein Abendspaziergang zu Bekannten. Es hatte gerade der Muezzin zum Abendgebet und damit zum Fastenbrechen gerufen und plötzlich war alles still! Kein Auto, keine schreienden Kinder, nichts! Nur das Klappern der Löffel und Gabeln auf die Teller tönte aus den offenen Fenstern. Aber neidisch war ich schon. Das ganze warme leckere Essen und ich bin noch nicht eingeladen worden :). Dabei kann ich mir nichts eigenes kochen, weil ich zu große Angst vor dem Gasherd habe (Traumata noch aus dem Chemieunterricht in der 7. Klasse). Aber ich bin mir sicher, bald darf ich auch auf dem Geschirr klappern :).CIMG0242

Damit verabschiede ich mich für heute und melde mich bald wieder, Eure Birthe

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