Vilnius (Litauen)

Montag, 8. November 2010

Man labai patinka Lietuvoje

SAM_1020
Aukstaitija nationalinis parkas

Hallo ihr Lieben,

oh je – das ist ja schon eeeeeeeeeeeeeewig her, dass ich euch von meinem Leben hier berichtet habe. – Wahrscheinlich, weil sich hier schon fast so etwas, wie „Alltag“ eingebürgert hat... – allerdings, zum Glück, ein anderer Alltag als zu Hause. Die Uni beginnt anstrengend zu werden – heißt: so langsam muss ich mal wirklich etwas tun! Zum Beispiel werden wir nächste Woche eine Zwischenprüfung in Völkerrecht haben: wir simulieren den International Court of Justice – und ich hab ausgerechnet die Rolle des Vorsitzenden Präsidenten dieses ehrwürdigen Gerichtes zugeteilt bekommen – ausgerechnet ich – ganz großes Kino! (Ich bin schon jetzt aufgeregt – uaaaaahhh). Ansonsten fühle ich mich hier inzwischen so richtig zu Hause – nur an die Kackerlacken in der Küche konnte ich mich noch nicht gewöhnen (ich erstarre, wenn sie aus ihren Löchern gekrochen kommen). Aber ich liebe Vilnius und Litauen überhaupt. Innerhalb der letzten Wochen habe ich mich angestrengt, so viel wie möglich von Land und Leuten mitzubekommen. Was schön ist: man lernt ständig neue Leute kennen, schließt immer wieder neue Freundschaften und lernt viel über verschiedenste Kulturen. An Litauen hat mir bisher am meisten die Natur gefallen. Ich war in einem der Nationalparks Litauens – und begeistert von der großartigen Seenlandschaft! Einfach wundervoll!
Letzte Woche hatte ich lieben Besuch von meinen Eltern, die ich hier herumführen durfte – es war mir eine Ehre und eine große Freude! Zu dieser Gelegenheit habe ich dann auch endlich Riga gesehen – eine schöne Statt – aber mir gefällt Vilnius dennoch besser! J
Jetzt fehlt noch Talinn – das wird jedoch wohl noch bis zum Januar warten müssen. Diesen Monat werde ich nun auf jeden Fall noch nach Minsk fahren – ich bin schon gespannt sehr gespannt auf Belarus!
Und ich freue mich schon auf den ersten Schnee – das wäre im Augenblick eine sehr willkommene Abwechslung zu Regen, Nass und Grau. Auch wenn ich zugeben muss, dass uns letzte Woche ein paar wundervoll sonnige und warme Tage beschert wurden.
Das Studium hier ist manchmal etwas befremdlich – merkt man doch stark die sicherheitspolitische Ausrichtung. So spricht man viel über Krieg – vor allem den „klassischen“ zwischenstaatlichen Krieg und die Weltkriege – aber nur wenig über Peacebuilding, Aussöhnung oder gar Transitional Justice... – sehr merkwürdig für mich, aber ich habe beschlossen es als eine „Erweiterung des Blickwinkels“ zu betrachten (auch wenn das wissen um die Kriegsführung, Strategien und Taktiken Napoleons später vielleicht doch nicht sooooo wichtig ist;) – aber das ist zum Glück dann doch nicht das einzige, was wir hier lernenJ )

Ansonsten bleibt mir nur noch eines zu sagen: so sehr es mir hier gefällt – ich vermisse euch alle schrecklich!!!!!!!!!!!
Ich hoffe es geht euch allen gut!

Seid umarmt!
Eure Irene


"Der liegende Kopf"

Donnerstag, 30. September 2010

Saule is Vilniaus


Hallo Ihr Lieben,

nun nach einiger Zeit endlich mal wieder Neuigkeiten von mir – tut mir leid, dass die immer etwas auf sich warten lassen! Es geht mir hier immer noch sehr gut – viskas gerai :). Und meine Litauisch-Kenntnisse machen auch Fortschritte – As suprantu, bet tik truputi kalbu.
Nachdem nun die Vorlesungen in vollem Gang sind und der meiste Papierkram erledigt ist kehrt hier so langsam tatsächlich so was wie „Alltag“ ein – wenn auch zum Glück nicht zu sehr.
An den beiden letzten Wochenenden war ich bei der nahe gelegenen Wasserburg Trakai. Dort zeigt sich die litauische Seenlandschaft von ihrer besten Seite. So lohnt sich der Weg dorthin immer für einen wundervollen Spaziergang mit vielen tollen Momenten, Ein- und Ausblicken. Nur die Burg selbst ist nicht wirklich etwas besonderes – allein ihre Geschichte ist interessant: Sie war im 14. und zu Beginn des 15. Jahrhunderts als Sitz des Herrschers von Litauen wichtig. Doch schon Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Trakai durch Vilnius abgelöst. So war die Burg zu Beginn des 20. Jahrhunderts beinahe komplett zerstört. Nach einer nahezu endlosen Geschichte von Besatzungen durch verschiedenste Mächte ist die Zeit des großen litauischen Reiches im 15. Jahrhundert besonders wichtig für den litauischen Patriotismus. Der aktuelle litauische Nationalstolz zeigt sich darin, dass sie im 20. Jahrhundert begannen die alte Burg beinahe von Grund auf wieder aufzubauen. So ist was man heute sieht eine Rekonstruktion der alten Burg. Etwas ähnliches passiert gerade auch in Vilnius: Dort wird der alte Herrschaftspalast, der total vernichtet worden war, wieder rekonstruiert.
Letztes Wochenende machte ich mich dann auch auf eine erste Erkundungstour durch die Natur und habe einen nahe gelegenen wunderschönen Park entdeckt. So spazierte ich durch eine pittoreske und beeindruckende, herbstlich gefärbte Landschaft.
Heute war ich das erste mal im litauischen Kino und hab mir mit „Amaya“ eine echte litauische Produktion angeschaut – das heißt genauer eine litauisch-japanische Produktion. Das war auch das Problem: ca. 1/3 des Films war auf Englisch mit litauischen Untertiteln, der Rest auf Japanisch, ebenfalls mit litauischen Untertiteln...:) – ich fand den Film dennoch sehr sehr gut und wer eher experimentelle Filme mag und ihn auf Englisch irgendwo finden kann, sollte ihn sich anschauen (Englischer Titel ist: Hong Kong Confidential)!
Morgen mache ich einen Tagesausflug in den nächsten Nationalpark – eine der schönsten Seenplatten Litauens – ich bin schon sehr gespannt!
So langsam schlägt das Wetter hier in einen echten baltischen Herbst um: und der besteht leider vor allem aus Regen :( - bester Grund sich, wie die meisten hier, schöne quietschebunte Gummistiefel zu kaufen und sie bei jeder Gelegenheit anzuziehen:) . Momentan ist es zwar sonnig, aber die Temperatur klettert nur mit Mühe bis auf die 15 Grad hoch – aber das soll die Stimmung nicht trüben!

Nun wünsch ich euch aber erst mal alles Liebe und sende sonnige Grüße aus Vilnius

Es winkt euch
Eure Irene

Montag, 13. September 2010

Ich winke euch aus Vilnius



Hallo ihr Lieben,

nach viel zu langer Zeit melde ich mich nun endlich mal wieder bei euch. Ich hoffe euch geht es allen genauso gut, wie mir und ihr habt einen guten Schulstart bzw. die Hausarbeiten-Deadline gut gemeistert.
Ich sitz hier gerade nach anderthalb verregneten Wochen mit einer ziemlichen Erkältung – aber trotzdem glücklich. Die Vorlesungen haben nun gestartet, bzw. sind nun in vollem Gange und endlich steht auch mein Stundenplan ziemlich sicher fest. Ich wird wohl nur Vorlesungen direkt im Studiengang „War and Peace Studies“ besuchen – die sind ziemlich interessant, weil sie von einem total anderen Blickwinkel auf die Sache schauen (Sicherheit, Strategie etc. – sogar bei den Theorien werden hier fast gänzlich andere behandelt.) – nur Arbeit ist das hier noch mehr als zu Hause (für schlappe 4,5 punkte muss man drei verschiedene Prüfungsleistungen ablegen!). Außerdem sind die Vorlesungen im Master so ausgerichtet, dass man tagsüber arbeiten kann – finden also zwischen 16:45 Uhr und 20 Uhr statt.
Aber ich mach ja noch einen Litauisch-Sprachkurs, der dann doch auch mal früher stattfindetJ. Hab mich nun doch für Litauisch und gegen Russisch entschieden, weil es die Sprache ist, die ich hier fürs Leben brauche – und ich bin auch immer ganz stolz, wenn ich es hinbekomme mich ganz auf litauisch mit den Leuten zu verständigenJ.
Am Wochenende habe ich zusammen mit Sebastian ein paar sehr schöne Erkundungstouren durch Vilnius gemacht – hier gibt es wirklich unglaublich viel zu entdecken! Es gibt sehr viele sehr schöne Kirchen hier, viel Geschichte, viele schöne Cafes und Aussichtspunkte...
Nun habe ich mir aber auch vorgenommen an den kommenden Wochenenden die Umgebung zu erkunden und vielleicht auch so lange das Wetter noch schön ist (jetzt scheint die Sonne nämlich wieder) ein paar Einblicke in die Nationalparks bekommen.
Das Wohnheim ist seinen kleinen Zimmern und Kakerlaken, die einem ab und zu in der Küche guten Tag sagen eine kleine Herausforderung – aber irgendwie auch sehr schön, weil man immer Leute um sich rum hat, wenn man will. Und da meine Mitbewohnerin einen mir entgegengesetzten Schlaf-Wach-Rhythmus hat hab ich das Zimmer in den Abendstunden meistens für michJ Außerdem „fliehe“ ich einfach in eines der schönen Cafes, wenn es mir hier zu eng wird.

Ich hoffe es geht euch allen sehr gut, freue mich immer sehr von euch zu hören und sende liebe liebe Grüße.

Seid umarmt
Eure
Irene

Freitag, 27. August 2010

Erste Eindrücke aus Vilnius


Der litauische Schutzheilige auf der Kathedrale. Die schöne, vor allem weithin sichtbare Kathedrale dient wohl jedem Neuling in Vilnius als Orientierungs- und Treffpunkt.


Zugegeben - wirklich geräumig ist das hier nicht - aber zum Glück hab ich ja so gut wie nichts dabei;)

Donnerstag, 26. August 2010

Dabar as gyvenu Vilnioje

Hallo Ihre Lieben – Laba diena!

Meine Zeit in Klaipėda ist nun vorbei – und ich bin im wunderschönen Vilnius gelandet. Die Stadt ist wirklich toll – irgendwas zwischen Berlin, Paris und Rom – aber in der Größe von Stuttgart;). Es ist ein tolles Gefühl in einer so schönen Stadt zu sein- nicht nur um sie zu besichtigen – sondern um hier tatsächlich für die nächsten Monate zu leben. – Ich bin gespannt, wie ich die Stadt wahrnehmen werde, wenn ich einige Zeit hier war, welche schönen Orte ich hier noch so alles entdecken werde.
Nachdem ich für ein paar Tage mit einem Sprachkurs-Kollegen im Hostel gewohnt hatte, konnte ich nun gestern endlich in mein Wohnheim/Dorm/Bendrabutis einziehen. Mein Zimmer ist ungefähr mini – und ich werde es mit einer anderen Studentin teilen müssen...-Aber es ist einigermaßen sauber und ich denke – wenn meine Zimmergenossin nett ist werd ich es hier ganz gut aushalten könnenJ - aber dennoch: die deutschen Wohnheime sind Luxusbuden, gegen das hier (und ich bin noch in dem besseren) – dafür ist es deutlich billigerJ.
Ich habe eine total liebe Mentorin, die mir mit allem hier hilft. Und ich bin sehr froh den Sprachkurs gemacht zu haben, da ich so nun doch genug weiß, um mich hier (relativ) problemlos auch alleine zurechtzufinden. Momentan würde ich nichts lieber tun, als die Stadt zu erkunden und jeden Abend mit meinen Freunden wegzugehen – wären da nicht noch eine Konfliktanalyse und ein Essay zu schreibenL.
Am 1. September geht meine OE-Woche los – und ich bin mal sehr gespannt. Bisher hab ich nur liebe Menschen kennengelernt und bin überzeugt, dass es so weitergeht:). Morgen geh ich erst mal mit meiner Mentorin und ihrer Freundin shoppen;)
Momentan sitze ich in einem der vielen kleinen Cafes, die es hier gibt – ich liebe Vilnius schon jetzt für seine vielen kleinen Bars und Cafes in den vielen kleinen verzweigten Gässchen der Altstadt. Und wie viel schöner, das wohl noch wird, wenn die Touristengruppen im September von Studenten abgelöst werden.... – ich freu mich draufJ

Ich sende euch liebe, sonnige, warme Grüße aus Litauen,
Viso Gero,

Eure Irene

Mittwoch, 18. August 2010

Neues aus Litauen


Hallo ihr Lieben,


Hier kommen nun auch mal wieder Neuigkeiten aus Litauen. Ich hoff ihr verbringt gerade einen genauso wundervollen Sommer, wie ich – die Sonne hat die letzten Tage beinahe ohne Unterbrechung geschienen. Jetzt ist es etwas kühler geworden, worüber ich jedoch ganz froh bin. Nun sind schon 2,5 der drei Wochen Sprachkurs vorbei – und so langsam kann ich mich verständigenJ. Am Wochenende waren wir in Palanga – dem größten Urlaubsort Litauens. Er hat einen ganz schönen Park und auch ein recht beeindruckendes Bernsteinmuseum – aber ansonsten vor allem viele viele Menschen (zu viele). Dafür waren wir lecker ‚traditionell’ essen. Die Litauer kochen ihre Hauptspeisen ähnlich den Deutschen: Fleisch mit Beilage (nur keine Spätzle, sondern Kartoffeln). Zur Vorspeise gab’s ‚kepta duona’ – das ist frisch frittiertes Brot (in der verschärften Version mit Mayo und Käse überbacken) – klingt krass ist aber ziemlich lecker. Am Sonntag standen dann zumindest bei mir Hausarbeiten auf dem Programm L. Ansonsten ist gar nicht viel passiert – tagsüber Sprachkurs, Nachmittags lernen, schlafen, sich mit den anderen unterhalten, gemeinsam kochen und essen,.... – abends gemütlich beisammen sitzen oder auch mal gemeinsam ausgehen. Klaipeda hat zwei große Hochhäuser, die weithin sichtbar sind – in Form eines Ks und eines Ds. Auf dem K – im 21. Stock- ist auf der Dachterrasse ein sehr schönes Lokal, von dem aus man über ganz Klaipeda schauen kann – total schön. Was unglaublich ist: trotz dem am Wochenende nachts viele Leute in den Straßen unterwegs sind, gibt es ab um 12 nirgends mehr was zu essen – auch keine Imbissbuden, und unter der Woche macht um 12 alles zu. Heute Abend ist hier „evening of traditions“ – und wir werden uns bemühen mit Kässpätzle und „die Gedanken sind frei“ Deutschland würdig zu vertretenJ.

So – das wars nun erst mal von mir –
Am Samstag geht’s ab nach Vilnius: ich freu mich schon auf die Zugfahrt und darauf die Hauptstadt des Landes zu erkunden (mein Dorm ist übrigens direkt neben dem Künstlerviertel *g*).

Liebe, liebe Grüße
Seid umarmt

Eure Irene

Donnerstag, 12. August 2010

As megstu gyventi Klaipedoje



Hallo ihr Lieben,

nachdem nun wiederum eine Woche rasend schnell vergangen ist, melde ich mich mal wieder bei euch. Es geht mir hier immer noch sehr gut – das Wetter ist weiterhin schön und es fühlt sich mehr nach Urlaub, als nach „studieren“ anJ. Besorgnis erregten bei mir in den letzten Tagen allein die Brände in Russland und die Wahlen in Ruanda. Klaipeda zeigt sich momentan von seiner besten Seite – unfassbar, dass es hier im Winter –20° kalt werden wird (in Vilnius sogar –30° - brrrr).
Letzten Samstag haben wir einen Urlaub auf die Kurische Nehrung gemacht – die großen Sanddünen angeschaut, uns auf dem Hexenberg (ähnlich dem Brocken, nur zusätzlich mit vielen Holzschnitzfiguren bestückt) mit litauischen Märchen vertraut gemacht, im Meer geschwommen, gepicknickt und das Ferienhaus Thomas Manns besichtigt (ganz nette Hütte muss ich sagen;) und frisch geräucherten Fisch gegessen (während um uns ein Gewitter tobte). Alles in allem ein sehr schöner Tag – die Kurische Nehrung ist ein landschaftlich faszinierender und wunderschöner Ort!
Am Sonntag hat es die meiste Zeit geregnet – was ich genutzt habe um endlich mal ein Bisschen mit meiner Konfliktanalyse weiterzukommen. Seit Montag bin ich wieder fleißig fleißig am lernen – der Sprachkurs hat schon ein ganz gutes Tempo, was ja auch gut ist, damit wir möglichst schnell sprechen können (ich hab gestern sogar schon auf litauisch Briefmarken gekauftJ- das war garnich so einfach, weil ich zwar erklären konnte was ich möchte, aber nicht verstanden habe was ich gefragt werde). Am Dienstag haben wir einen Ausflug ins Meeresmuseum gemacht – im Prinzip ein großes Aquarium mit Delphinshow – was mich wenig begeistert hat, da mir eigentlich vor allem die Tiere in ihren viel zu kleinen Becken leid getan haben. Aber wir sind dann noch zum Strand gegangen – und der ist auf der Spitze der Kurischen Nehrung, wo wir waren, wirklich wunderschön.
Abends sitzen wir zusammen, trinken Bier, kochen, reden, gehen am Meer den Sonnenuntergang anschauen, schauen Filme oder gehen aus (wobei mich noch kein Klub/ keine Bar hier so wirklich überzeugt hat). Und morgens gehe ich mindestens jeden zweiten Tag joggen (was auch nötig ist, weil wir und nicht unbedingt immer gesund ernähren;). Das Essen hier ist eigentlich ganz gut (habe gestern Saltibarscai probiert (mmmhh)). Ich kann mich nur nicht dran gewöhnen, dass fast alle Snacks und Backwaren süß sind (sogar die Fischlies und Chips!).
Ich hoffe es geht euch allen genauso gut, wie mir und ihr könnt warme Sonnenstrahlen genießen! Heute nacht ist die Nacht der fallenden Sterne – also schaut mal raus und wünscht euch wasJ

Seid umarmt,
Eure

Irene

Donnerstag, 5. August 2010

...

Hallo ihr Lieben,

Nach ein paar Tagen, die ich jetzt in Klaipeda verbracht habe kommt es mir schon vor, als wäre ich schon seit Wochen hier – weil ich mich so heimisch hier fühle – es so normal ist hier zu sein. Das heißt: ich bin endlich angekommen J - also auch meine Seele, die (zugegeben) ein ziemlich langsames Reisetempo hat. Gestern haben wir eine Führung durch die Altstadt Klaipedas gemacht und waren im Burgmuseum. Es war ein wundervoller Tag: nachdem uns den Tag davor hier der Himmel auf den Kopf gefallen ist (= s hat ‚g’schifft’ und g’wittert wie ‚nemme ganz g’scheit’) war die Luft einfach wundervoll, die Sonne hat geschienen und ich hab viele wundervolle Plätze in der Altstadt entdeckt. Die Geschichte der Stadt ist wirklich sehr interessant, da sie als Hafenstadt im Prinzip multikulturell und das „Fenster“ Litauens zur europäischen Welt ist. Auch waren die Deutschen schon früh erpicht auf die Herrschaft über dieses Gebiet. Gleichzeitig hat sie lange unter sowjetischer Herrschaft gelebt (allerdings zum Glück ohne allzu sehr den Plattenbauten zum Opfer zu fallen). So kann man beispielsweise im Supermarkt Deutsche, Russische, Ungarische, Polische und Litauische Lebensmittel kaufen – very interesting.

Ich spreche inzwischen truputi lietuviskai (ein kleines Bisschen litauisch). Morgen schreibe ich meinen ersten Test – und werde heute Nachmittag noch fleißig lernen, bevor es zum Sonnenuntergang schauen am Strand geht;). Ansonsten bin ich inzwischen „very confused“ mit den Sprachen. Mal Deutsch, meistens Englisch und eben Litauisch – da kommt man schon mal durcheinander und versucht mit Litauern Deutsch (andersrum ist mir das allerdings noch nicht passiert;) und mit Deutschen Englisch zu sprechen. Und heute morgen war ich joggen (zum ersten mal nach laaaanger Zeit) mit einem aus meinem Sprachkurs und wir werden das jetzt jeden zweiten Tag durchziehen – voll gut J!

Ich hoffe bei euch scheint die Sonne auch so schön wie hier. Ich werde jetzt mal mein Lernzeug nehmen und ein paar Runden um den kleinen See drehen, der zu unserem Campus gehört J

Lassts euch gut gehen!

Viso gero,

Irene

Sonntag, 1. August 2010

Die kurische Nehrung bei Klaipeda

Land in Sicht

Labas ihr Lieben,

hier kommt nun also mein erster Eintrag aus Litauen, genauer: Klaipeda. Gestern abend ist meine Fähre hier nach einer 21stündigen Fahrt (also einer unbequemen Nacht, aber dafür einem wundervollen Tag auf dem Sonnendeck) endlich im Hafen von Klaipeda angekommen. Dabei sind wir an der kurischen Nehrung vorbeigefahren, die hier direkt beginnt - ein unglaublicher kilometerlanger Sandstrand:)
Nachdem ich dann sogar noch vom Hafen abgeholt wurde, bin ich schließlich im Wohnheim angekommen. Wir sind zwar zu zweit in einem Zimmer, aber dafür sind die Räume hier sehr sehr schön und neu (fast wie im Hotel:)
Gestern hab ich gleich mal das Bier der größten Litauischen Brauerei getestet - gar nicht schlecht muss man sagen *g*

Soviel erstmal von mir - heute abend beginnt der Sprachkurs - man darf gespannt sein...

Adé (man verabschiedet sich hier tatsächlich genauso, wie bei uns im Schwobaländle:)
und auf Bald

eure
Irene

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