Mittwoch, 1. September 2010

Granada por primera vez!

Hola a todos...
hier also nun mein erster Eintrag über das wunderschöne und super warme (eher 40°C heiße) Granada. Damit kann ich dann sogar mit Nablus mithalten ;-). Wer also ein paar Grad braucht, muss nur Bescheid geben...
Nachdem ich bereits am Freitagnachmittag in Granada angekommen bin, waren die ersten Tage aufgrund der Wohnungssuche doch etwas stressig. Vor allem auch, weil man die ganze Stadt nach Wohnungsanzeigen absuchen muss. Die hängen nämlich hauptsächlich an den öffentlichen Telefonzellen. Ist man dann soweit, dass man ein paar Passende gefunden hat, kommt auch schon die nächste Hürde...man muss die Vermieter bzw. Mitbewohner anrufen und die sprechen eigentlich immer nur Spanisch (teilweise mit starkem andalusischen Akzent). War also echt lustig, hat aber doch erstaunlich gut geklappt. Naja, ich hab dann alleine und zusammen mit Celia, die ich im Bus am Flughafen kennengelernt hab, einige (viele) Zimmer angeschaut. Allerdings waren die meisten echt furchtbar...entweder ohne Tageslicht, ohne Heizung, weit außerhalb oder einfach nur dreckig. Da hat sich dann schon irgendwann ein bissl Frustration eingestellt, bis wir am Dienstag endlich fündig geworden sind, was heißt dass ich jetzt stolze Mieterin eines Zimmers (mit Balkon!!!) in einer echten Multikulti-WG bin. Neben Celia und mir, wohnen hier außerdem noch eine Spanierin, eine Italienerin und eine Amerikanerin. Wir haben außerdem noch ein total schönes Wohnzimmer und ne große Küche...die Wohnung ist echt klasse und direkt im Stadtzentrum. Wer also Lust auf nen Kurztrip hat, ist herzlich eingeladen. Hier gibt es jede Menge Platz!
Oh, oh merke gerade, dass ich schon weder ins labern gerate...also versuch ich den Rest kurz zu machen.
Die Stadt ist an sich echt wunderschön...zumindest das, was ich bis jetzt gesehen habe...war leider noch nicht so viel. Ich hab ich da mal ein Bilchen eingefügt, nur so für den ersten Eindruck. Außerdem ist hier immer was los, außer zur Siesta, die auch schon mal drei Stunden andauern kann. Vor allem abends sind alle unterwegs, gehen shoppen oder Tapas essen. Die gibt's hier übrigens gratis zu jeden Getränk dazu...ist echt praktisch und lecker! Werde euch dann später noch berichten, welche besonders empfehlenswert sind.
So, jetzt werde auch ich erst mal Siesta machen...wir hören uns!
Besos,
Ines

Sonntag, 29. August 2010

Neue Meldungen aus Nablus

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Liebe Weltenbummler, liebe daheim Gebliebenen. Es ist mal wieder Zeit etwas im Blogg zu schreiben. Obwohl die Zeit, die ich vorher dafür hatte, immer knapper wird. Die Uni hat sich nun in ihrem Alltag eingefunden und ich bin sehr zufrieden mit meinen Kursen. Ausgenommen mein Arabischlehrer, dessen Faulheit und Arroganz mich zur Weißglut bringt. Ständig lässt er den Unterricht aus Gründen wie „ Es kommt eine interessante Sendung im Fernsehen“ ausfallen und er schafft es nie eine volle Stunde zu unterrichten. Dann ist er mit dem Lesen so ungeduldig, dass er nach der Hälfte meines gelesenen Satzes einfach weiter liest! Aber da Kevin (mein Arabischkollege) und ich einen anderen Lehrer noch auftreiben konnten, kann ich mir das Schauspiel gelassen anschauen. Am Wochenende war ich in Amman zu Besuch bei meiner alten Gastmutter und der Aufwand an der Grenze usw. hat sich für das Wochenende voll gelohnt. Nur eines möchte ich zum Thema Grenze sagen (als verwöhntes EU-Mitglied): Man nennt das Diskriminierung, wenn man während des ganzen Prozesses als potentieller Verbrecher behandelt wird! Und dabei ist bei mir das Prozedere ganz normal abgelaufen! Das heißt: JEDER, der über die Grenze will, muss sich einer Diskriminierung aussetzen und wenn man sich dann doch ein bisschen falsch verhält, hat man den Salat und kann schonmal ein Feldbett aufschlagen. Als ich endlich in Amman ankam, haben Heidi, ihre Tochter Diana ihre Kinder und ich dann einfach den ganzen Nachmittag und Abend im Garten verbracht und uns auf viertel nach Sieben gefreut (Fastenbrechen ). Am nächsten Tag bin ich erst mittags aufgewacht, was mir gezeigt hat, dass der Grenzübergang mir mental doch wesentlich mehr abverlangt hatte, als ich vermutet habe. Der Rückweg war hingegen ein regelrechter Luxus, da ich mit einem gtz-Mitarbeiter, der ein Arbeitsvisum hat, bis nach Jerusalem mitfahren konnte. Das war dann – im Gegensatz zur Hintur von drei Stunden – eine Sache von 30 Minuten. Nur das Milchpulver, dass ich für eine schwangere Freundin in Amman günstiger als in Nablus bekommen konnte, veranlasste die israelischen Grenzbeamten zu einem spontanen Sprengstofftest.
Erschöpft vom Wochenende habe ich mich dann heute durch den Tag gequält. Und auch wenn ich das Fasten nicht komplett mache (etwas trinken muss sein), schlaucht es mich mittlerweile sehr. Da hilft auch die Knafa (warmer Käse mit krossen Nüdelchen oben drauf, Pistazienstückchen und nicht zu wenig Zuckerwasser) abends nicht, um mir genug Power für den nächsten Tag zu geben. Aber am nächsten Wochenende haben wir es geschafft.
Mit der arabischen Konversation geht es auch Stück für Stück bergauf. Obwohl es besonders am Abend, wenn mein Kopf bis zum Rand voll ist mit neuen Eindrücken und tausend neuen Wörtern und Redewendungen, oft frustrierende Momente gibt, die mich an meinem Plan zweifeln lassen. Aber ich vertraue auf die ermutigenden Worte meiner Bekannten .
Es rufen die Vokabeln, bis bald!
Foto heute: Lama (meine schwangere Bekannte und Ehefrau meines „Betreuers“ Othman), Ihr Mann Othman und ihre drei Söhne, die meine besten Arabischlehrer sind, Mahmud, Nur und Hadi.

Donnerstag, 26. August 2010

Dabar as gyvenu Vilnioje

Hallo Ihre Lieben – Laba diena!

Meine Zeit in Klaipėda ist nun vorbei – und ich bin im wunderschönen Vilnius gelandet. Die Stadt ist wirklich toll – irgendwas zwischen Berlin, Paris und Rom – aber in der Größe von Stuttgart;). Es ist ein tolles Gefühl in einer so schönen Stadt zu sein- nicht nur um sie zu besichtigen – sondern um hier tatsächlich für die nächsten Monate zu leben. – Ich bin gespannt, wie ich die Stadt wahrnehmen werde, wenn ich einige Zeit hier war, welche schönen Orte ich hier noch so alles entdecken werde.
Nachdem ich für ein paar Tage mit einem Sprachkurs-Kollegen im Hostel gewohnt hatte, konnte ich nun gestern endlich in mein Wohnheim/Dorm/Bendrabutis einziehen. Mein Zimmer ist ungefähr mini – und ich werde es mit einer anderen Studentin teilen müssen...-Aber es ist einigermaßen sauber und ich denke – wenn meine Zimmergenossin nett ist werd ich es hier ganz gut aushalten könnenJ - aber dennoch: die deutschen Wohnheime sind Luxusbuden, gegen das hier (und ich bin noch in dem besseren) – dafür ist es deutlich billigerJ.
Ich habe eine total liebe Mentorin, die mir mit allem hier hilft. Und ich bin sehr froh den Sprachkurs gemacht zu haben, da ich so nun doch genug weiß, um mich hier (relativ) problemlos auch alleine zurechtzufinden. Momentan würde ich nichts lieber tun, als die Stadt zu erkunden und jeden Abend mit meinen Freunden wegzugehen – wären da nicht noch eine Konfliktanalyse und ein Essay zu schreibenL.
Am 1. September geht meine OE-Woche los – und ich bin mal sehr gespannt. Bisher hab ich nur liebe Menschen kennengelernt und bin überzeugt, dass es so weitergeht:). Morgen geh ich erst mal mit meiner Mentorin und ihrer Freundin shoppen;)
Momentan sitze ich in einem der vielen kleinen Cafes, die es hier gibt – ich liebe Vilnius schon jetzt für seine vielen kleinen Bars und Cafes in den vielen kleinen verzweigten Gässchen der Altstadt. Und wie viel schöner, das wohl noch wird, wenn die Touristengruppen im September von Studenten abgelöst werden.... – ich freu mich draufJ

Ich sende euch liebe, sonnige, warme Grüße aus Litauen,
Viso Gero,

Eure Irene

Sonntag, 22. August 2010

Nablus knackte die 40 Grad Grenze!

Hallo liebe daheim Gebliebenen und Verreisten. @ Irene und Aline: Wollt Ihr ein bisschen wärmere Temperaturen haben? Ich schenke Euch gerne jeweils 10 Grad. Es ist hier tagsüber kaum noch auszuhalten, die Hitze ist unerträglich. Heute habe ich erfahren, dass dieser Sommer in Nablus 10 Grad über dem durchschnittlichen Sommer liegt.
Letzten Donnerstag musste ich notgedrungen auch noch zur Mittagszeit nach Ramallah fahren, wo ich nach 2 Stunden Irrlauf von Bank zu Bank und Wechselstube zu Wechselstube eeeendlich meine Checks umtauschen konnte. Die Fahrt hin und zurück war unerträglich. Auf dem Hinweg hatte das Sammeltaxi keine Klimaanlage und ich habe es noch nie vorher erlebt, dass sogar Fahrtwind so heiß sein kann! Grausam! Auf der Rückfahrt war es zwar ein VW Bus mit Klimaanlage, dafür hätten wir beinahe einen großen Crash gebaut. An dem Tag waren die Taxifahrer allgemein recht lebensmüde – wahrscheinlich ist die Hitze dafür auch verantwortlich. Drei Fastunfälle wovon in zweien jeweils ein Maulesel integriert war, bilden die Bilanz. Aber mittlerweile glaube ich, dass die Taxifahrer ihre eigene Geheimsprache haben. So wie die rasen, kann es nicht anders funktionieren, dass nicht alle 5 Minuten ein Zusammenstoß zu hören ist.
An dem gleichen abend war ich endlich auf dem Aussichtspunkt, von dem ich am Anfang berichtet habe. Dort habe ich Fotos gemacht, auf einem sieht man das Stadion von Nablus. Außerdem gibt es heute noch ein Foto von Ramallah, auf dem man den Arafat Square sehen kann und ein Foto mit zwei der drei Kinder meines Vermieters. Das Mädchen heißt Irham, der Junge ‘Is. Die jüngste, Liin, ist leider nicht drauf. Sie ist auch so schüchtern – im Gegensatz zu ihren Geschwistern – dass sie noch nicht einmal Schokolade von mir haben möchte!
Gestern war ich bei meinem Doktor zum Abendessen eingeladen und es war einfach klasse, wie seine Söhne (Machmud 10 Jahre, Nur 8 Jahre und Hadi 5 Jahre) mit mir die ganze Zeit auf arabisch gequatscht haben. Ohne Scheu und immer schön langsam geredet, damit ich sie halbwegs verstehe :) Sie sind große Fans von Batista (ein Wrestlingstar aus den USA habe ich gelernt :)). Hadi heißt auf Deutsch "der Ruhige". Der Name passt aber nicht - er ist alles andere als ruhig :). Leider hatte ich einen Fotoapparat vergessen. Sonst gäbe es heute gleich zwei Kinderfotos. Aber ich will es ja nicht übertreiben.
Heute sind auch meine Mitbewohnerinnen eingetroffen: Sriyana und Madschda. Beide sehr nett. Haben gemeinsam die Wohnung auf Vordermann gebracht und dann noch unseren Vermieter überzeugt, dass wir eine Waschmaschine unbedingt brauchen. Er hat sich überreden lassen :)
Weil heute Sonntag ist, gibts noch ein drittes Foto :) Nablus bei Tag. Auf dem Hügel ganz weit hinten sieht man eine israelische Siedlung, direkt am Berghang mit Blick auf Nablus. Ist irgendwie kein gutes Gefühl. Man fühlt sich richtig umzingelt. Auf der einen Seite die Siedlung und auf der anderen Bergseite der israelische Stützpunkt. Lakin chalass (Aber genug davon).
Am Donnerstag werde ich mich aufmachen nach Amman und meine alte Gastmama besuchen. Denn meine Mitbewohnerinnen werden auch bei ihren Familien sein und dann ist es alleine ein bisschen öde. Also hoffe ich, dass es sich bis dahin etwas abkühlt und wünsche Euch eine gute Nacht, Eure BirtheRamallah-1CIMG0265Fussballstadion-von-Nablus-1Nablus-2
Ich verabschiede mich, bis bald, Eure Birthe

Donnerstag, 19. August 2010

يوم السادس, احلا بكم

englishsite_05Hallo an Euch (sechster Tag)!
Wer möchte in die Wette mit einsteigen, ob wir wohl morgen hier die 37 Grad-Marke kicken werden? Es ist schrecklich heiß und wenn ich morgens um 8 Uhr zur Uni gehe, ist es schon schrecklich warm. Ich – die schon über die deutschen Sommer stöhnt – muss mich hier echt beherrschen. Aber ich bin sowieso zu träge, als dass ich mich aufregen könnte. Als ich heute n die Innenstadt fuhr, um endlich jemanden finden zu können, der meine Traveller Checks wechselt, habe ich mich äußerst gewundert, dass noch immer zur Mittagszeit so viele Leute draußen sind! Aber die Bib hat eine Klimaanlage und dort lässt es sich sehr gut aushalten.
Apropos Traveller Checks. Ich ärgere mich über meine Vernunft! An jeder Ecke steht quasi ein Geldautomat zum Geld ziehen, aber ist es denn die Möglichkeit, dass keine Bank (weder Arab Bank, noch Bank of Jordan, noch Amman Cairo Bank) meine Traveller Checks wechseln wollen???? Jetzt muss ich am Freitag extra nach Ramallah fahren, damit ich endlich diese Dinger loswerde! Aber das lässt sich ja mit einer Stadtbesichtigung verbinden… obwohl bei der Hitze? Problem ist, dass abends kaum noch Busse zurück fahren, weil Freitag und Iftar (Fastenbrechen).
Meine Einladungen zu warmen Mahlzeiten häufen sich nun endlich. Vorgestern war ich bei meinem einzigen Mitschüler zum Abendessen eingeladen. Und vom Balkon seiner WG haben wir dann asiatische Reispfanne mit einem traumhaften Blick über die Stadt als Beilage genossen. Am 3.9. werden sich eine Gruppe von Deutsch sprechenden Palästinensern (ehemalige Studenten usw.) zum Iftar mit ihren Freunden und Familien im Restaurant Yasmin treffen. Und dieser Name passt auf die Stadt wie Faust aufs Auge, denn hier riecht es überall nach frischem Yasmin! Ein Traum!
Außerdem werde ich wahrscheinlich übernächstes Wochenende nach Amman fahren und meine alte Gastfamilie besuchen, um mit Ihnen den Ramadan zu feiern. Ich bin schon ganz gespannt, wie groß mittlerweile die Kinder sind und wie die Stadt im Sommer ist (kenne sie ja nur im wunderschönen Frühling).
So, meine Lieben. Nun werde ich mich wieder auf die neuen Vokabeln stürzen und mich auf morgen vorbereiten. Ihr hört von mir, Eure Birthe
PS.: @ meine Schreiberkolleginnen: Es ist total toll Eure Berichte zu lesen.
@ unsere LeserInnen: Kommentare sind herzlich willkommen!

Mittwoch, 18. August 2010

Neues aus Litauen


Hallo ihr Lieben,


Hier kommen nun auch mal wieder Neuigkeiten aus Litauen. Ich hoff ihr verbringt gerade einen genauso wundervollen Sommer, wie ich – die Sonne hat die letzten Tage beinahe ohne Unterbrechung geschienen. Jetzt ist es etwas kühler geworden, worüber ich jedoch ganz froh bin. Nun sind schon 2,5 der drei Wochen Sprachkurs vorbei – und so langsam kann ich mich verständigenJ. Am Wochenende waren wir in Palanga – dem größten Urlaubsort Litauens. Er hat einen ganz schönen Park und auch ein recht beeindruckendes Bernsteinmuseum – aber ansonsten vor allem viele viele Menschen (zu viele). Dafür waren wir lecker ‚traditionell’ essen. Die Litauer kochen ihre Hauptspeisen ähnlich den Deutschen: Fleisch mit Beilage (nur keine Spätzle, sondern Kartoffeln). Zur Vorspeise gab’s ‚kepta duona’ – das ist frisch frittiertes Brot (in der verschärften Version mit Mayo und Käse überbacken) – klingt krass ist aber ziemlich lecker. Am Sonntag standen dann zumindest bei mir Hausarbeiten auf dem Programm L. Ansonsten ist gar nicht viel passiert – tagsüber Sprachkurs, Nachmittags lernen, schlafen, sich mit den anderen unterhalten, gemeinsam kochen und essen,.... – abends gemütlich beisammen sitzen oder auch mal gemeinsam ausgehen. Klaipeda hat zwei große Hochhäuser, die weithin sichtbar sind – in Form eines Ks und eines Ds. Auf dem K – im 21. Stock- ist auf der Dachterrasse ein sehr schönes Lokal, von dem aus man über ganz Klaipeda schauen kann – total schön. Was unglaublich ist: trotz dem am Wochenende nachts viele Leute in den Straßen unterwegs sind, gibt es ab um 12 nirgends mehr was zu essen – auch keine Imbissbuden, und unter der Woche macht um 12 alles zu. Heute Abend ist hier „evening of traditions“ – und wir werden uns bemühen mit Kässpätzle und „die Gedanken sind frei“ Deutschland würdig zu vertretenJ.

So – das wars nun erst mal von mir –
Am Samstag geht’s ab nach Vilnius: ich freu mich schon auf die Zugfahrt und darauf die Hauptstadt des Landes zu erkunden (mein Dorm ist übrigens direkt neben dem Künstlerviertel *g*).

Liebe, liebe Grüße
Seid umarmt

Eure Irene

Dienstag, 17. August 2010

Oslo ist auf Sendung :-)

Nach drei unglaublich turbulenten Tagen gelingts mir endlich einen Blogeintrag zu verfassen :-) Turbulent ist aber keineswegs negativ gemeint - bisher gehts mir in Oslo wunderbar und alles läuft gut! Nur bin ich nach hinfliegen, einziehen, harcore-shopping in der Ikea, Erasmus-Parties, Auflügen zum Strand, Uni- und Administrations-Marathon, dem Wohnen in einer 7ner WG und bereits den ersten Vorlesungen nun doch ein bisschen müde ;-)
Einen negativen Punkt gibts dann doch zu erwähnen - so gern ich euch habe, meine lieben Marburger Kommilitonen - hier gibts zu viele Deutsche. Meine WG ist leider komplett deutsch (ausser mir, hihi) und scheinbar sind 60% der ERASMUS-Leute aus dem grossen Kanton...naja.
Achja, und obwohl ich offiziell beschlossen habe mich nicht über das Preisniveau aufzuregen (genauso sinnlos wie sich übers Wetter aufregen - get over it!) muss ich nun doch einen zum besten geben: Semesterliteratur für einen (1) Kurs = 1800 Kronen. Umrechnen könnt ihr selber, mit Franken ist der Kurs bei 5.7 und mit Euro etwa bei 8...
Diesen kleinen Dämpfer reissen die Norweger aber damit raus, dass sie einfach unglauuuublich freundlich und hilfsbereit sind! Wenn also nochmals jemand behauptet die seien zurückgezogen und reserviert - Lügner. Morgen kann ich mich endlich für meinen Norwegisch-Kurs eintragen und ich freu mich schon darauf, mehr sagen zu können als nur "ünschüll" = entschuldigung und "takk" = Danke :-)

So, und heut Abend gehts noch ins Studentenpub Chateau Neuf - ich hoffe ihr habt alle auch eine super Zeit und freu mich immer von euch zu hören!
GLG

Vierter Tag

Liebe Leserinnen und Leser: Die Herausforderung dämmert mir langsam. Ich bin mal echt gespannt, wie fit in Arabisch ich wiederkommen werde. Lakin (aber) wie sagt man doch so schön: learning by doing ;). Der Unterricht ist sehr improvisiert und ich lese wieder so langsam, wie im ersten Semester Arabisch (peinlich). Aber für eine Sache muss ich mich loben: Die Grammatik sitzt noch. So komme ich mit den Übersetzungen sehr gut zurecht. Das blöde ist nur, dass sie hier viele Synoyme benutzen. Für Haus, Student usw. Toll! Alles wieder von vorne!! Das Sprechen kommt noch immer nicht voll zum Einsatz, weil meine Mitbewohnerinnen noch immer nicht da sind und für das administrative Zeug an der Uni kann ich mein Arabisch in die Tonne kloppen :)
Aber nun zum eigentlich wichtigen Teil. Es ist noch immer ziemlich heiß hier und ich stehe ständig neben dem Dilemma: Entweder Du versuchst die verwunderten und teilweise anstarrenden Blicke durch weite unauffällige Kleidung einigermaßen zu hemmen, dafür aber fast zu zerfließen in der Hitze, oder du entblößt Dich und kannst Dich dann gleich an die nächste Straßenecke stellen … :) Nein Scherz. Die Studis sind hier bunt gemischt und ich bin gerade dabei meinen richtigen Dresscode herauszufinden. An die Blicke werde ich mich einfach noch gewöhnen mit der Zeit – und ja ein bisschen stolz bin ich dann doch auf mein exotisches Haar :).
Gestern und heute sind auffällig viele Kampfflieger hier rumgedüst, aber die Leute sind ziemlich gechillt und ignorieren das Getöse einfach. Also kein Grund zur Panik, ich vertraue auf ihre Erfahrungen. Wo wir schon beim Thema sind: Hier ist es – zynisch gesagt – sehr witzig. Zwischen den zwei Hügeln liegt die Stadt und über ihr thront Big Brother – der israelische Stützpunkt. Die fernen Lichter ganz oben (wie ein UFO), markieren den Stützpunkt und unten läuft das bunte Treiben. Leider ist der Stützpunkt auf dem Bild bei Nacht nicht zu sehen, nur die Aussichtsplattform von Nablus (die Lichterkette).CIMG0243
Auch witzig – aber diesmal nicht zynisch gemeint – war heute mein Abendspaziergang zu Bekannten. Es hatte gerade der Muezzin zum Abendgebet und damit zum Fastenbrechen gerufen und plötzlich war alles still! Kein Auto, keine schreienden Kinder, nichts! Nur das Klappern der Löffel und Gabeln auf die Teller tönte aus den offenen Fenstern. Aber neidisch war ich schon. Das ganze warme leckere Essen und ich bin noch nicht eingeladen worden :). Dabei kann ich mir nichts eigenes kochen, weil ich zu große Angst vor dem Gasherd habe (Traumata noch aus dem Chemieunterricht in der 7. Klasse). Aber ich bin mir sicher, bald darf ich auch auf dem Geschirr klappern :).CIMG0242

Damit verabschiede ich mich für heute und melde mich bald wieder, Eure Birthe

Sonntag, 15. August 2010

der zweite tag

Ich bin nun schon ZWEI Tage in Nablus und ich gewöhne mich langsam ein. Schon die Anreise hat mich gelehrt: Geduld! Denn durch den Ramadan laufen die Uhren anders und die Busse fahren nicht mehr abends. Aber durch die Hilfe zweier netter alter Damen, bin ich dann doch nach einigen Stunden in Nablus angekommen. Außer ein paar Fragen bei der Passkontrolle gab es keine Probleme auf der Fahrt. Die Leute verstehen mich sogar, ich sie aber leider nicht, denn sie sprechen einfach viel zu schnell! Und ich vergesse lauter Wörter, die ich sonst selbstverständlich wusste :( Aber das ist sicherlich die Aufregung und die wird bald vom Unialltag abgelöst. Ich wohne nur zwei Minuten vom Campus entfernt und obwohl es der alte ist, ist er trotzdem sehr schön. Die Leute sind sehr nett und hilfreich und ich weiß auch schon, wann meine Kurse sind. Gleich werde ich noch meinen Arabischlehrer kennenlernen. Momentan sind wir nur zu viert - Also eine schöne kleine Gruppe :). Es ist sehr warm hier und der Ramadan macht mir echt zu schaffen. Momentan bin ich aber noch alleine in der Studentinnen-WG - die anderen kommen erst Ende dieser Woche - und ich kann mich schön ausbreiten. Die Innenstadt von Nablus ist laut - nicht anders zu erwarten - und hektisch. Aber überaus sympathisch :) Mein Feilschen beim Gemüseeinkauf habe ich zum Glück noch nicht verlernt. Morgen bekomme ich sogar noch ein eigenes Handy (und ich werde mir sofort einen der kitschigen Klingeltöne draufladen) und eine eigenen Nummer. Ich bin gespannt auf die erste Woche und lasse bald wieder von mir hören,
Eure Birthe

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